04 August 2026
Leipzig überrascht immer wieder Besucher, die glauben, ein Städtetrip beschränke sich hier auf das Gebiet innerhalb der alten Stadtmauern. Hinter den Kopfsteinpflastergassen rund um den Markt und der Stille der Thomaskirche öffnet sich die Region zu einer Landschaft aus gefluteten ehemaligen Tagebauen, die heute Badeseen sind, Renaissanceschlössern entlang der Mulde und Radwegen, die Sie in weniger als einer halben Stunde von der Caféterrasse zum Strand am See führen. Leipzig ist eine Stadt für alle, die Kultur direkt vor der Tür und die Natur in greifbarer Nähe haben möchten.
Das Capri by Fraser Leipzig ist ein passender Ausgangspunkt, um beide Seiten der Stadt zu entdecken. Seine Apartments liegen nur einen kurzen Spaziergang vom Hauptbahnhof entfernt; auch die Seen, Schlösser und Stadtviertel in diesem Reiseführer sind gut erreichbar. Ob Sie ein Wochenende bleiben oder sich für einen längeren Aufenthalt einrichten: Eine zentrale, gut ausgestattete Unterkunft, in die Sie nach einem Tag im Freien zurückkehren können, macht es leichter, mehr von Leipzig zu sehen als nur die üblichen Sehenswürdigkeiten.
Bevor es weiter ins Umland geht, lohnt es sich, das Stadtzentrum in aller Ruhe zu erkunden. Vieles von dem, was Leipzig besonders macht, liegt in einem überschaubaren, gut zu Fuß erreichbaren Stadtkern. Die Altstadt erschließt sich am besten bei einem entspannten Rundgang statt beim Abarbeiten einer Liste. Einige ihrer Wahrzeichen erzählen zugleich von der Geschichte der gesamten Region, von den Messen, die den Wohlstand der Stadt begründeten, bis zu den Komponisten, die ihre Identität prägten.
Das Alte Rathaus zählt zu den schönsten Renaissancebauten Deutschlands und prägt den Leipziger Markt seit 1556. Heute beherbergt es das Stadtgeschichtliche Museum. Auf dem Platz davor finden nach wie vor der Weihnachts- und der Ostermarkt statt. Im Dezember locken Stände mit Glühwein, Lebkuchen und handgefertigtem Schmuck zahlreiche Besucher an. Nur einen kurzen Spaziergang entfernt lohnt die Mädler-Passage schon wegen ihres Glasdachs einen Abstecher. In ihrem Untergeschoss befindet sich Auerbachs Keller, das durch Goethes „Faust“ berühmt gewordene Restaurant.
Am Augustusplatz versammeln sich dagegen die repräsentativen Bauten der Stadt: Das Opernhaus und das Gewandhaus stehen sich an einem weiten, von Brunnen geprägten Platz gegenüber. Abends, wenn die Vorstellungen enden und sich die umliegenden Cafés füllen, erwacht er zum Leben.
Leipzigs Musiktradition reicht weit zurück. Nirgends wird das deutlicher als in der Thomaskirche aus dem 12. Jahrhundert, in der Johann Sebastian Bach im 18. Jahrhundert als Thomaskantor wirkte und sich heute sein Grab im Kirchenschiff befindet. Im nahe gelegenen Bach-Museum können Besucher Originalhandschriften betrachten und an interaktiven Hörstationen seine Kompositionen entdecken.
Auch Felix Mendelssohn lebte hier. Das Haus, in dem er seine letzten Lebensjahre verbrachte, ist als kleines Museum erhalten geblieben, das seinem Leben und Werk gewidmet ist. Zusammen mit dem Gewandhausorchester, einem der ältesten bürgerlichen Orchester der Welt, machen diese dicht beieinanderliegenden Sehenswürdigkeiten deutlich, warum sich Leipzig bis heute als Musikstadt versteht.
Die Aussichtsplattform des City-Hochhauses, auch als Panorama Tower bekannt, liegt hoch über den Dächern. Sie zählt zu den fotogensten Aussichtspunkten der Stadt und bietet einen ersten Blick auf die Seen und die Landschaft dahinter. Eine kurze Straßenbahnfahrt nach Süden führt zum Völkerschlachtdenkmal, das an die Schlacht von 1813 erinnert, die zum Sturz Napoleons beitrug. Es zählt bis heute zu den größten Denkmälern Europas. Wer zu seiner Aussichtsplattform hinaufsteigt, kann sich schon einen Überblick über die Seenlandschaft verschaffen, die im nächsten Abschnitt dieses Reiseführers vorgestellt wird.
Südlich der Stadt wurden mehrere ehemalige Braunkohletagebaue geflutet und durch Kanäle und Radwege miteinander verbunden. So entstand das Neuseenland. Es gehört zu den überraschenderen Seiten Leipzigs: Innerhalb von dreißig Minuten mit dem Fahrrad, der Straßenbahn oder der S-Bahn weichen die historischen Straßen der Altstadt offenen Wasserflächen, Sandstränden und Bars am Ufer. Drei Seen stechen besonders hervor, jeder für eine andere Art von Ausflug.
Der Cospudener See, von Einheimischen liebevoll „Cossi“ genannt, hat den längsten Sandstrand Sachsens und zieht jährlich rund 600.000 Besucher an. Das Freizeitangebot reicht für einen ganzen Ausflugstag: Kitesurfen, Windsurfen, Tauchen, Stand-up-Paddling, ein Golfplatz und eine Sauna am See. Hinzu kommen Cafés und eine Strandbar für alle, die lieber einfach den Segelbooten zuschauen. Vom Stadtzentrum aus ist der See mit der Straßenbahn oder über einen ebenen, gut ausgeschilderten Radweg erreichbar.
Der Markkleeberger See zählt zu den größten Badeseen Deutschlands und liegt in der Nähe mehrerer Freizeitanbieter im Neuseenland. Dazu gehört ein Wakepark mit Seilzuganlage, in dem Surfen und Wakeboarden ohne Boot möglich sind. Seine flachen, sandigen Uferabschnitte machen ihn bei Familien beliebt, während Segeln und Stand-up-Paddling für aktivere Besucher geeignet sind.
Der Störmthaler See ist der größte See der Region und gehört zu ihren ruhigeren Ecken. Bekannt ist er für eine markante schwimmende Kirche, die auf einem Ponton errichtet wurde und in den Sommermonaten Gottesdienste und Veranstaltungen beherbergt. Westlich der Stadt zieht der Kulkwitzer See weniger und überwiegend einheimische Besucher an. Besonders beliebt ist er bei Tauchern, die sein klares, tiefes Wasser erkunden. Beide sind gute Alternativen für alle, die die Landschaft des Neuseenlands ohne den sommerlichen Trubel am Cospudener See genießen möchten.
Die sächsische Burgen- und Schlösserlandschaft beginnt gleich hinter dem Neuseenland. Wer mit dem Auto unterwegs ist oder eine Fahrt mit dem Regionalzug einplant, kann beides gut zu einem Tagesausflug verbinden. Anders als bei den Seen empfiehlt es sich bei den meisten dieser Ausflugsziele, die Öffnungszeiten vorab zu prüfen, besonders außerhalb der Sommersaison.
Schloss Colditz ist eine Festungsanlage aus der Renaissance, die als Oflag IV-C internationale Bekanntheit erlangte. Im Zweiten Weltkrieg diente sie als Kriegsgefangenenlager für alliierte Offiziere, die zuvor wiederholt aus anderen Lagern geflohen waren. Das heutige Museum widmet sich vor allem dieser Geschichte, unter anderem mit nachgebauten Fluchttunneln und persönlichen Berichten ehemaliger Gefangener. Von Leipzig aus liegt es etwa 45 Autominuten entfernt. Mit dem Regionalzug und einem Umstieg in Grimma dauert die Fahrt ähnlich lange.
Schloss Rochlitz blickt auf mehr als tausend Jahre Geschichte zurück und thront über der Mulde. Über die Jahrhunderte war es eng mit deutschen Kaisern, Königen und sächsischen Kurfürsten verbunden. Seine romanische und gotische Architektur wurde sorgfältig erhalten. Das umliegende Gelände lädt vor oder nach einer Führung durch die Innenräume zu einem entspannten Spaziergang ein. Das Schloss liegt rund 40 Kilometer südöstlich von Leipzig.
Die Burg Kriebstein bei Waldheim, etwa eine Stunde südöstlich von Leipzig, wird häufig als schönste Ritterburg Sachsens bezeichnet. Ihr spätgotischer Wohnturm erhebt sich 45 Meter hoch auf einem Felsen über der Zschopau. Die vollständig erhaltenen Innenräume vermitteln einen seltenen Eindruck davon, wie die Burg auf ihre mittelalterlichen Bewohner gewirkt haben dürfte.
Die hier vorgestellten Seen, Burgen und Schlösser liegen nah genug beieinander, um sie bei einem Ausflug zu kombinieren. Damit Sie den Tag optimal nutzen können, lohnt sich jedoch etwas Planung bei Anreise und Zeitablauf. Ein Auto bietet die größte Flexibilität, insbesondere für die Burgen und Schlösser, die teilweise nicht direkt mit der Bahn erreichbar sind.
Mehrere Seen im Neuseenland sind direkt an das Leipziger S-Bahn- und Straßenbahnnetz angebunden. Ein gut ausgebautes Radwegenetz verbindet die meisten von ihnen mit dem Stadtzentrum, ideal für alle, die einen Teil des Tages im Sattel verbringen möchten. Wer noch weiter hinaus möchte, ergänzt seine Reise häufig um Dresden oder Weimar, die beide gut mit dem Regionalzug erreichbar sind.
Bei den Seen spielt die Jahreszeit eine größere Rolle als bei den Burgen und Schlössern: Die Badesaison dauert von Mai bis September, doch die Strände und Wege sind das ganze Jahr über reizvoll. Im Winter gelten für die Burgen und Schlösser kürzere Öffnungszeiten. Vor einem Besuch zwischen November und März lohnt es sich daher, diese zu prüfen. Bequeme Schuhe und, sofern es die Jahreszeit zulässt, Badesachen sind das Wichtigste für einen Ausflugstag, der beides verbindet.
Das Capri by Fraser Leipzig liegt nur wenige Schritte vom Hauptbahnhof entfernt. Damit ist es ein praktischer Ausgangspunkt, ob der nächste Tag in die Altstadt führt oder einen längeren Ausflug zu den Seen, Burgen und Schlössern vorsieht. Gäste, die mit dem Auto ins Neuseenland oder zu Sachsens Burgen und Schlössern fahren, können die durch ein Tor gesicherte Tiefgarage der Unterkunft nutzen. Wer mit der Bahn unterwegs ist, erreicht Verbindungen in Richtung Süden bequem zu Fuß.
Die Apartments sind genau auf solche Aufenthalte ausgelegt: für Gäste, die nach einem Tag im Freien mehr Platz als in einem gewöhnlichen Hotelzimmer genießen möchten. Die Apartments der Kategorie One Bedroom Executive bieten Paaren oder kleinen Gruppen nach einem Tag am See genügend Raum, um es sich gemütlich zu machen. Kompaktere Studios eignen sich dagegen für kürzere Aufenthalte im Stadtzentrum.
Wer sich mehr Zeit für Leipzig und seine Umgebung nehmen möchte, kann mit den Angeboten für Langzeitaufenthalte in Ruhe ankommen, statt von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu eilen. Unabhängig von der Reisedauer lohnt sich vor der Buchung ein Blick auf die aktuellen Angebote der Unterkunft, da sich Preise und saisonale Aktionen im Jahresverlauf ändern.
Ja. Das Capri by Fraser Leipzig verfügt über eine durch ein Tor gesicherte Tiefgarage. Das ist praktisch, wenn Sie mit dem Auto zu den Leipziger Seen fahren oder Burgen und Schlösser weiter im sächsischen Umland erkunden möchten. Besonders für Ziele wie Schloss Rochlitz und Burg Kriebstein kann ein Auto hilfreich sein, da die Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln weniger direkt sind. Wer lieber mit der Bahn fährt, erreicht auch den Leipziger Hauptbahnhof von der Unterkunft aus in wenigen Gehminuten.
Geht es um die Schönheit der Landschaft, nennen Einheimische den Störmthaler See. Sein Wasser ist deutlich blauer und klarer als das der stärker besuchten Leipziger Seen. Er hat mehr von seiner natürlichen Uferlinie bewahrt, seit das 721 Hektar große Gelände des ehemaligen Braunkohletagebaus Espenhain bis 2012 vollständig geflutet und 2014 für die Öffentlichkeit freigegeben wurde. Sein Wahrzeichen ist VINETA, eine schwimmende Kirche, die 2011 als Erinnerungsort für Magdeborn errichtet wurde. Das tausend Jahre alte Dorf war Jahrzehnte zuvor bei der Anlage des Tagebaus untergegangen. Der Cospudener See mit Sachsens längstem Sandstrand ist das beliebtere Ausflugsziel, doch in puncto Schönheit liegt der Störmthaler See vorn.
Keinen Meeresstrand, denn Leipzig liegt im Binnenland. Allein der Cospudener See zieht jedoch jährlich rund 600.000 Besucher an seinen Sandstrand. So ist das Neuseenland auch fernab der Küste ein echtes Sommerreiseziel.
Am häufigsten wird die Burg Kriebstein genannt, die als schönste Ritterburg Sachsens gilt. Ihr 45 Meter hoher Turm erhebt sich bei Waldheim über der Zschopau. Die Burg wurde ab 1384 erbaut und ab 1465 unter Arnold von Westfalen, dem Baumeister der Albrechtsburg in Meißen, im gotischen Stil umgestaltet. Seit 1993 befindet sie sich in staatlichem Besitz und wird heute als Museum mit gut erhaltenen Innenräumen geführt. Ebenfalls häufig genannt wird Schloss Colditz, das vor allem für seine Geschichte als Kriegsgefangenenlager bekannt ist. Doch auch seine erhöhte Lage über der Mulde sichert ihm einen Platz auf vielen Reiserouten.
Das ist Schloss Neuschwanstein bei Füssen in Bayern. Es wurde in den 1860er-Jahren von König Ludwig II. erbaut und ist mit mehr als einer Million Besuchern pro Jahr das meistbesuchte Schloss des Landes. Zudem gilt es weithin als Vorbild für Disneys Märchenschlösser.
Der regionale Tourismusverband nennt meist eine Zahl von über 20 Seen, die sich über rund 7.000 Hektar ehemaliges Tagebaugelände verteilen. Bis 2030 sollen etwa 24 Seen durch Kanäle und Wasserwege miteinander verbunden werden.